Die Angst vorm Autofahren in der Trauer kam nicht plötzlich – sie war schleichend da. Autofahren ist für viele Alltag, für mich war es lange purer Stress. Nach meinem Verlust hat mein Nervensystem permanent Gefahr gescannt. Geschwindigkeit, Kontrolle, Verantwortung – all das wurde zu Triggern. Vielleicht kennst du das auch: Du sitzt im Auto und plötzlich fühlt sich alles unsicher an, obwohl objektiv nichts passiert ist.
Was ich verstehen durfte: Trauer erschüttert nicht nur das Herz, sondern auch unser Sicherheitsgefühl. Mein Körper war im Alarmzustand. Dazu kamen Schuldgefühle, Kontrollverlust und tiefes Misstrauen – vor allem nach traumatischen Erfahrungen. Besonders das Mitfahren wurde zur Herausforderung. Ich habe vermieden, abgesagt, bin ausgewichen. Kurzfristig half das. Langfristig wurde die Angst größer.
Wie ich Schritt für Schritt zurück ins Vertrauen fand
Der Wendepunkt war nicht Mut auf Knopfdruck – sondern kleine Schritte. Gemeinsam mit meinem Mann habe ich wieder angefangen zu üben. Erst kurze Strecken. Ohne Zeitdruck. Mit Pausen. Und mit ganz viel Ehrlichkeit über meine Angst. Ich habe gelernt: Angst ist kein Feind. Sie ist ein Schutzmechanismus.
Besonders nach einem heftigen Schleuder-Erlebnis im Winter war die Angst vorm Autofahren in der Trauer wieder voll da. Neun Stunden Heimfahrt im Schneesturm – mein Körper war im Ausnahmezustand. Was mir geholfen hat, waren meine eigenen Werkzeuge aus dem SeelenSport®: Atemübungen, innere Bilder, klare Sätze wie „Ich bin sicher“ oder „Minute für Minute“. Bewegung kombiniert mit Gedankenarbeit hat mein System beruhigt.
Heute fahre ich wieder regelmäßig. Nicht angstfrei – aber selbstwirksam. Und genau darum geht es: nicht darum, dass nie wieder Angst da ist. Sondern darum, dass ich weiß, wie ich mir selbst Sicherheit geben kann.
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