SeelenSport

Bewegte Trauer – Widerstandsbewegung

In meinen Trainings verwende ich sehr gerne so genannte Widerstandsbänder. Sie erinnern mich an eine frühere Zeit, als ich noch beharrlich der Trauer Widerstand geleistet habe. Eines wurde mir dabei schnell klar. Widerstand war zwecklos. Kommt der Widerstand jedoch von außen, dann werde du selbst zur Widerstandskämpferin und wir starten eine Widerstandsbewegung!

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Ein vollkommen natürlicher Prozess, der vor allem zu Beginn auftaucht. Nicht wahr haben wollen, sich dagegen sträuben und wehren. Es kam mir so vor, als würde ich mich gegen eine Türe stemmen, auf der anderen Seite die Trauer, die versucht mit aller Kraft die Türe einzutreten. Die Fähigkeit Widerstand gegen die Trauer zu leisten, ermöglicht uns am Anfang eine Art Schutzfunktion. Damit du nicht alle schmerzvollen Gefühle mit einer Wucht abbekommst, dein Körper vielleicht noch ein bisschen Pause hat und sich darauf vorbereiten kann/darf. Wenn die Trauer dann aber immer kräftiger drückt und mit allen Mitteln herein kommen will, dann sollten wir darauf achten, sie Stück für Stück rein zu lassen und uns ihr annehmen. Denn auf lange Sicht bedeutet Widerstand leisten einen enormen Kraftaufwand, der viel mehr dafür benötigt wird, um der Trauer standhalten zu können. Ein Prozess, der lange dauert und von vielen äußeren Faktoren abhängig ist. Schaffen wir es, die Türe immer wieder einen Spalt zu öffnen, den Widerstand zu verringern und die Trauer anzunehmen und sie durchzuleben, dann können wir dadurch seelisch gestärkt werden und diese Kraft für weitere Verluste und Tiefpunkte in unserem Leben nützen. Das ist nicht einfach und ein langer Weg, aber er ist es wert zu gehen.

Trainingsmittel Widerstandsband

Wie der Name schon verrät leisten Widerstandsbänder genauso Widerstand. Wenn du dieses Trainingsmittel verwendest, lernst du besser mit Widerständen umzugehen. Du erhältst ein völlig neues Bild dazu und kannst körperlich, als auch seelisch Kraft aufbauen. Die Fähigkeiten für sich einzugestehen und sich zu wehren, an sich zu glauben und gegen Negatives anzukämpfen, werden durch das gezielte Training mit diesen Bändern gefördert. Doch noch viel mehr: In Form von Zugübungen verstärken sie den Gedanken, dass du selbst Kraft hast, um Positives zu dir zu ziehen und du dich für das Positive im Leben entscheidest. Außerdem unterstützen sie dich, indem sie dir Gewicht/Last abnehmen können, wenn du dich nach oben ziehen musst, um genau an dieser Stelle notwendige Kraft aufzubauen. Diese Übung sind dann die Klimmzüge, eine der schwersten Übungen, besonders als Frau. Die unterschiedlichsten Stärken ermöglichen hier ein facettenreiches Einsetzen der Bänder, sodass wirklich jede Muskelgruppe trainiert werden kann. Zusätzlich sind sie super angenehm zum Transportieren und finden in jeder Tasche ihren Platz. Ein Klick auf die Bilder bringen dich direkt auf Amazon und zur Produktbeschreibung, falls du dir eines bestellen möchtest.

Hier ein schneller Überblick von ein paar Übungen, die du damit machen kannst!

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Widerstand von außen

Nicht nur du selbst leistest oft Widerstand gegen deine Trauer. Auch von außen erwartet dich häufig Widerstand. Menschen, die nicht wissen wie sie damit umgehen sollen, die kein Verständnis aufbringen und sich gegen deine Trauer wehren. Viele von uns resignieren dann oft, geben nach, und weinen im Stillen. Das ist vollkommen verständlich, denn einerseits fehlt die Kraft selbst Widerstand dagegen zu leisten und andererseits hast du Angst, daran zu zerbrechen. Denn bereits das Aussprechen, das Wehren dagegen kostet ebenso viel Kraft und löst viel an Gefühlen aus. Auch ich habe lange Zeit meinen Mund gehalten, genickt, und zugestimmt, einfach um der Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Aber innerlich hat es mich zerrissen, nicht sein zu dürfen, wer ich wirklich bin, nicht zeigen zu dürfen, dass ich nicht nur Freude in mir trage sondern eben manchmal auch Traurigkeit.

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Und so wurde ich zur Widerstandskämpferin, stand auf und wehrte mich, stand für mich und meine Trauer, für mich und meine Bedürfnisse und für mich und mein Leben ein.

Und auch du solltest das tun. Denn immerhin ist es DEIN Leben und DEINE Trauer und nicht deren. Sie kennen deinen Schmerz nicht und was du durchmachen musst. Und glaub mir, es fühlt sich so viel besser an, selbst der Widerstand zu sein und sich treu zu bleiben.

An der Stelle möchte ich ein Beispiel aus meinem Privatleben erzählen. Kurzzeitig arbeitete ich in einem großen Konzern als Büroangestellte. Ich hasste die Arbeit und machte sie nur, um zu überleben und mir dann später meine Sportausbildungen leisten zu können. Dabei hatte ich einen Vorgesetzten, welcher mich regelmäßig kontrollierte und sehr grob im Umgang mit mir war. Zu dieser Zeit beherrschte mich noch ziemlich meine Angst vor Männern und ich ließ mir alles gefallen. Ich nahm alles hin, ohne selbst Widerstand zu leisten, ohne mich zu wehren. Obwohl mir voll und ganz bewusst war, dass er so nicht mit mir umgehen durfte. Dadurch verschlechterte sich meine Konzentration bei der Arbeit und natürlich auch meine Leistung. Ebenso wurde es schwerer, meine Trauer auf der Arbeit permanent wegzudrücken. Wenn wir in belastenden Situationen stecken, kommen auch immer wieder vergangene belastende Momente hervor. Du kennst das bestimmt auch, dass du nicht mehr gleich belastbar bist, wie vor deinem Verlust.

Nachdem er von meiner Trauer um meine Schwester erfahren hatte, kamen auch in der Hinsicht immer wieder mal Sätze, die mich stark kränkten. Als mir eines Tages während der Arbeit die Tränen herab liefen, sagte er mir dann in einem Gespräch, dass ich mir dringend Hilfe holen sollte, wenn ich nach circa zwei Jahren noch immer weinen müsse. Ich war sprachlos und irritiert. Ich hinterfragte meine eigene Trauer und ob mit mir was falsch war. Im Austausch mit anderen erkannte ich dann, dass ich sehr wohl das Recht habe, zu weinen, sogar nach 10/15 oder sonstigen Jahren. Immerhin ist ein Mensch tot, meine Schwester. Nicht nur das, sondern sie musste gewaltsam diese Welt verlassen. Ich verstehe, dass es auf der Arbeit nicht gerne gesehen wird, wenn man traurig ist, besonders dann, wenn ich direkt mit Kunden arbeite.

Solange meine Traurigkeit aber niemandem schadet und ich trotzdem meine Arbeit verrichten kann, warum darf sie dann nicht sein?

Wenn ich während der Arbeit plötzlich lächeln muss oder lache, stört es niemanden und manche lachen sogar mit. Kommen mir die Tränen, werde ich schräg angestarrt, soll den Zustand sofort ändern und mir Hilfe holen. Ich habe dann um ein Gespräch gebeten und meinen ganzen Mut zusammen genommen. Ich habe Widerstand geleistet und bin für meine Trauer eingestanden. Den Betrieb habe ich verlassen und mich meinem Herzensprojekt zugewandt, auch wenn das Geld noch nicht reichte. Doch in solch einem Umfeld wollte ich nicht mehr arbeiten. Immer wieder höre ich von ähnlichen Fällen. Gerade erst hat mir eine Freundin berichtet, dass sie ihren Job verlieren musste, weil sie der Firma zu wenig fröhlich war. Sie hat ihr Baby verloren. Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Eine traurige Welt, in der wir unsere Masken aufsetzen müssen und immer das Lächeln im Gesicht tragen sollen. Daher wundert es nicht, wenn immer mehr Menschen an Burnout und Depressionen leiden. Wenn wir als Trauernde offener mit unseren Gefühlen umgehen, für uns und unsere Trauer einstehen und sie nicht verbergen, dann können wir hier eine kleine Widerstandsbewegung erreichen. Und wenn sich nur ein einziger Widerstand bei unserem Gegenüber dadurch lockert und löst, haben wir schon etwas die Welt verändert.


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