Verarbeite deine Trauer durch Bewegung!

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Trauer

Weihnachten am Grab – Du bist nicht alleine!

Es ist Weihnachten. Dort wo andere hektisch in den Geschäften noch nach einem letzten Geschenk suchen und tonnenweise Essen einkaufen, sitze ich nun hier, am Grab meiner Schwester. Früher war ich anders. Ließ mich genauso von dieser materiellen Welt mitreißen. Doch heute, während ich hier sitze, weiß ich, dass es nur ein wirklich bedeutendes Geschenk gibt. Nämlich die Zeit. Am Grab meiner Schwester gibt es viel an Schmerz, aber auch ganz viel an Liebe. Vor meinem ersten Weihnachten ohne sie hatte ich Angst. Wie soll ein Weihnachten ohne sie denn stattfinden? Wie soll das ausschauen? Was erwartet mich an Schmerz und wie kann ich damit umgehen? Und wie funktioniert das innerhalb der Familie? Wenn auch dir diese Fragen bekannt vorkommen, helfen dir hier vielleicht meine persönlichen Erfahrungen.

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Bewegung

Menstruation und Trauer – Zwei tiefe Verbündete

Ich schaue in meinen Kalender und sehe: Nur noch drei Tage bis zur nächsten Menstruation. Das sagt zumindest meine App. Mein Körper hält sich nicht immer an diese App. Genau kann ich es also nicht sagen. Nicht mehr, seitdem die Trauer da ist. Denn die hat sich mit meiner Menstruation verbündet. Und wenn ich meine Tage habe, dann kommt auch sie auf einen Kaffee vorbei. Wie heftig und intensiv, das entscheidet sie spontan, und auch die Menstruation ist unberechenbar geworden und niemals gleich gelaunt. Die beiden verstehen sich also ganz gut und machen mir diese Tage dann oft zur Qual, ab und zu begegnen sie mir dennoch sanfter. Aber wie gesagt, sie beide sind trotzdem unberechenbar.

Früher habe ich wie beinahe alle Mädchen die Pille genommen und mir dabei nichts gedacht. Nimmt ja eh jeder. Anfang 2013 hatte ich einen Kreuzbandriss und musste anschließend operiert werden. 10 Tage nach der Operation hatte ich unerträgliche Schmerzen in meiner Wade, dass ich kaum noch reden konnte. Beim Arzt wurde dann festgestellt, dass ich eine Beinvenenthrombose entwickelt habe. Ich hatte ungemein Glück, 5 vor 12 hieß es. Zurückzuführen war dies auf die Pille in Verbindung mit der Ruhigstellung des Beines.Und ja ich hatte jeden Tag vorsorglich gespritzt. Die Pille musste ich sofort absetzen und für die Zukunft bekam ich die Anweisung auf hormonelle Verhütungsmittel zu verzichten. Meine Menstruation veränderte sich dadurch nicht gravierend. Ein bisschen unregelmäßiger kam sie, aber sonst nichts Auffälliges. Monate später war ich endlich frei von der Thrombose und musste keinen Strumpf und keine Spritzen mehr nehmen. Das sollte gefeiert werden. Am nächsten Tag war meine Schwester verschwunden, knapp 2 Wochen später erfuhren wir von ihrem Tod.

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