Trauer verarbeiten lernen – das klingt so sachlich, doch für mich war es ein zutiefst persönlicher Weg. In diesem Gespräch mit Vanessa wird spürbar, wie Trauer oft schon beginnt, bevor ein Mensch überhaupt gegangen ist. Dieses schleichende Abschiednehmen, das Hoffen, Kämpfen und Funktionieren hat mich lange davon abgehalten, meine eigenen Gefühle wirklich zuzulassen. Ich erkenne mich so sehr in diesem „Weitermachen“, in dem Versuch, stark zu sein, während innerlich alles bricht.
Was mich besonders berührt hat, ist die Ehrlichkeit über Schuldgefühle und innere Konflikte. Dieses Gefühl, alles getan haben zu wollen – und sich später trotzdem Vorwürfe zu machen. Genau hier zeigt sich, wie wichtig es ist, Trauer bewusst zuzulassen. Denn sie verschwindet nicht, wenn wir sie ignorieren. Sie bleibt, leise oder laut, bis wir bereit sind, hinzusehen.
Der Weg zurück zu mir selbst
Erst durch Achtsamkeit und Meditation öffnete sich ein neuer Raum. Ein Raum, in dem Gefühle nicht bewertet werden müssen, sondern einfach da sein dürfen. In dem Trauer nicht mehr nur Schmerz ist, sondern auch Verbindung. Die Erkenntnis, dass wir unsere Beziehung zu einem verstorbenen Menschen nicht verlieren, sondern verändern, hat für mich alles verändert.
Heute weiß ich: Trauer ist kein Zustand, den wir „überwinden“ müssen. Es geht darum, einen eigenen Weg zu finden, mit ihr zu leben. Trauer verarbeiten lernen bedeutet nicht loslassen im klassischen Sinn, sondern neu verbinden – mit dem Menschen, aber auch mit mir selbst. Und genau das macht diesen Podcast so wertvoll: Er schenkt Mut, hinzuspüren und den eigenen Weg durch die Trauer zu finden.

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