Schlafprobleme in der Trauer fühlen sich oft an wie ein zusätzlicher Kampf in einer ohnehin schon schweren Zeit. Ich kenne das selbst nur zu gut: Nächte voller Gedanken, Panik beim Aufwachen, Albträume, die sich erschreckend real anfühlen. Wenn wir trauern, steht unser gesamtes Nervensystem unter Dauerstress. Der Körper fragt unbewusst: „Ist die Welt noch sicher?“ – und bleibt im Alarmmodus. Genau dieser Zustand macht es so schwer, loszulassen und in einen tiefen, erholsamen Schlaf zu finden.
Tagsüber funktionieren wir oft irgendwie. Wir lenken uns ab, treffen Entscheidungen, halten durch. Doch abends, wenn die Stille kommt, melden sich die Gefühle mit voller Wucht. Das Gedankenkarussell dreht sich, Bilder tauchen auf, Schuldgefühle, Sehnsucht, Schmerz. Vielleicht wachst du jede Nacht um drei Uhr auf – hellwach, mit klopfendem Herzen. Das ist kein persönliches Versagen. Es ist Biologie. Dein Körper versucht, mit einem massiven Verlust umzugehen.
Wenn die Nacht zur emotionalen Bühne wir
Viele Trauernde kämpfen nicht nur mit Ein- oder Durchschlafproblemen, sondern auch mit intensiven Träumen. Unser Gehirn verarbeitet nachts Emotionen – und wenn die Last riesig ist, entstehen Albträume oder extrem lebendige Begegnungen im Traum. Manchmal ist sogar das Aufwachen der eigentliche Schock, weil die Realität wieder zuschlägt.
Was mir geholfen hat, war sanfte, rhythmische Bewegung vor dem Schlafengehen. Kein Power-Workout, sondern langsames Schaukeln, bewusstes Spüren, zehn Minuten echte Selbstregulation. Schritt für Schritt durfte mein Körper lernen: Ich bin sicher. Es hat gedauert – Jahre sogar. Aber es wurde besser. Und genau das möchte ich dir mitgeben: Dein Körper arbeitet für dich. Mit Geduld, kleinen Veränderungen im Alltag und liebevoller Unterstützung können auch Schlafprobleme in der Trauer wieder leichter werden.

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