Trauer im Körper verarbeiten bedeutet zu verstehen, dass Trauer kein rein mentaler Prozess ist. Gefühle wie Schmerz, Wut oder Sehnsucht entstehen nicht nur im Kopf – sie zeigen sich im ganzen Körper. Die Atmung verändert sich, Muskeln spannen sich an oder werden ganz schwer, der Herzschlag wird schneller oder unruhig. Trauer ist ein körperlicher Zustand, der jede Zelle betrifft, auch wenn wir versuchen, ihn mit Worten zu ordnen.
Sprechen über den Verlust ist wichtig und heilsam. Es schafft Verbindung, Verständnis und Entlastung. Gleichzeitig erleben viele Trauernde, dass sie nach Gesprächen zwar erleichtert, aber nicht wirklich ruhig sind. Der Körper bleibt oft in Alarmbereitschaft, weil das Gefühl zwar benannt, aber nicht verkörpert verarbeitet wurde. Genau hier entsteht diese innere Spannung, die sich nicht allein durch Reden auflöst.
Warum Bewegung oft mehr sagt als Worte
Gerade in der Trauer fehlen häufig die richtigen Worte. Das Nervensystem ist überfordert, zu viele Gefühle sind gleichzeitig präsent. Über Spüren, Wahrnehmen und Bewegung wird der Zugang oft leichter. Wenn wir dem Körper erlauben, sich auszudrücken, entsteht Ordnung im Inneren. Erst kommt das Erleben – dann folgt die Sprache. Diese Reihenfolge ist entscheidend, um Trauer wirklich zu integrieren.
Gespräche können aktivieren, aber sie regulieren nicht automatisch. Regulation bedeutet, dem Körper zu helfen, wieder in einen Zustand von Sicherheit und Ruhe zurückzufinden. Das gelingt über Atmung, Druck, Halt, Bewegung und bewusste Wahrnehmung. Wenn Trauer nicht nur gedacht, sondern im Körper verarbeitet wird, entsteht langfristig mehr Stabilität, Resilienz und Selbstvertrauen.
Wenn du tiefer verstehen möchtest, warum der Körper in der Trauer eine so zentrale Rolle spielt und wie genau dieser Weg aussehen kann, dann hör unbedingt in die passende Podcastfolge rein. Dort erkläre ich die Zusammenhänge noch ausführlicher und teile persönliche Erfahrungen, die diesen Prozess greifbar machen.

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