SeelenSport

Wenn Trauer auf Kindergefühle trifft

Trauer und Kindergefühle begleiten – das klingt oft leichter, als es sich im Alltag anfühlt. Vor allem dann, wenn das eigene Nervensystem ohnehin im Dauerstress ist. Genau davon erzähle ich in dieser Podcastfolge: von einer Situation im Schnee, in der mein Sohn wütend auf einem Schneehaufen steht, weil ein Stock einfach nicht in den gefrorenen Schnee will. Ein scheinbar kleiner Moment – und doch steckt darin so viel über Gefühle, Wut und Begleitung.

Wenn wir trauern, läuft unser Körper oft im Alarmmodus. Gleichzeitig erleben Kinder ihre Emotionen ungefiltert und intensiv. Sie können sich noch nicht selbst regulieren – sie brauchen Koregulation. Das bedeutet: einen Erwachsenen, der ruhig bleibt, Sicherheit ausstrahlt und das Gefühl mitträgt. Genau hier entsteht die Herausforderung, denn während ich mein Kind begleite, muss ich oft gleichzeitig meine eigene Trauer halten.

Gefühle begleiten statt kontrollieren

Im Podcast teile ich eine einfache Orientierung, die mir im Alltag hilft: Hinschauen, halten, hinlenken. Zuerst wahrnehmen und benennen, was gerade da ist – Wut, Frust oder Angst. Dann das Gefühl gemeinsam aushalten, ohne es sofort lösen zu wollen. Erst wenn die emotionale Welle abebbt, können Lösungen oder Erklärungen folgen.

Gerade beim Thema Trauer und Kindergefühle begleiten wird deutlich: Es geht nicht um Perfektion. Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Sie brauchen Erwachsene, die bereit sind, Gefühle auszuhalten – die eigenen und die des Kindes.

In der Folge spreche ich außerdem darüber, warum Wutanfälle eigentlich Entwicklungsschritte sind, wie Grenzen liebevoll gesetzt werden können und warum unser eigener Krafthaushalt dabei eine so große Rolle spielt. Denn je stabiler wir selbst sind, desto leichter können wir unserem Kind Halt geben. Und genau darum geht es letztlich: gemeinsam durch den Sturm der Gefühle zu gehen.

Meinen Podcast kannst du auch auf Spotify, iTunes und Co anhören:

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