Trauer und Herbst

Die Tage werden kürzer, das soziale Leben richtet sich vermehrt nach innen. Der Herbst ist da und somit die Hoch-Zeit der Trauer! Warum und wie du dich gut darauf vorbereiten kannst, liest du in diesem Artikel.

Die Trauer ist immer da, wenn ein Verlust erlebt wird, doch wenn es in Richtung Herbst geht, dann habe ich oft das Gefühl, sie “blüht regelrecht auf”. Das ganze soziale Leben richtet sich langsam wieder nach innen. Wir sind weniger draußen in der frischen Luft, da die Tage kürzer werden, das Wetter umschlägt, oft Nebelschwaden über den Feldern hängen. Die Gemütlichkeit zu Hause wird wieder wichtiger, Begriffe wie Geborgenheit, Wohlgefühl, Wärme, Kuscheln umgeben uns überall. Wenn wir aber trauern, spüren wir oft wenig Geborgenheit und Wärme, sondern Kühle und Einsamkeit. Dadurch wird uns unsere Trauer und das, was gerade so sehr fehlt, viel bewusster.

Die Feiertage

Die vielen aneinandergereihten Feiertage verstärken dieses Bewusstsein um ein Vielfaches. Begonnen mit Allerheiligen, der den Tod und die Verstorbenen komplett ins Zentrum holt, bis hin zu den Heiligen drei Königen, die zu Beginn des neuen Jahres abschließend vorbeischauen. Dazwischen liegen die Adventszeit, Weihnachten und weitere Weihnachtsfeiertage. In dieser besonderen Zeit spielen Werte wie Familie, Frieden, ein liebevoller Umgang, Menschlichkeit, Beisammensein, Geselligkeit eine enorm große Rolle. Wir besinnen uns darauf, was wirklich zählt im Leben. Wenn du aber einen geliebten Menschen verloren hast, sind es genau diese Werte, die nicht mehr stabil sind und dich tagtäglich an den Verlust erinnern. Der Verlust wird wieder bewusster wahrgenommen und die einhergehende Einsamkeit spürbarer.

Das macht diese Zeit so besonders herausfordernd. Doch es gibt auch einen Vorteil: Die Trauer wird uns mehr “vergönnt”, wir haben durch den Wetterumschwung und die Erlaubnis auf Rückzug mehr Möglichkeit uns gezielt um unsere Trauer zu kümmern. Deshalb ist jetzt der Moment da, um sich ausgiebig auf diese Zeit vorzubereiten, um dann nicht in einem endlos tiefen Loch zu landen und erst wieder im Frühjahr rauszukriechen.

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Trauer und Herbst: Wie du dich vorbereiten kannst

Mit dem Bewusstsein darüber, dass eine nicht so einfache Zeit vor uns liegt, können wir aber auch das Zepter in die Hand nehmen und schauen, was wir für uns tun können, um gut da durch zu kommen.

Hol dir Hilfe

Das kann in Form einer Einzelbegleitung sein, oder auch in Gruppen. wenn du merkst, du schaffst es alleine da nicht durch bzw. möchtest da nicht alleine durchgehen müssen, dann nimm Hilfe über diese Zeit hinweg in Anspruch.

Sprich mit deinen Freunden

Du hast vielleicht eine Hand voll enger Freundschaften, die dir wirklich zuhören und dich verstehen. Teile deine Sorgen und Ängste mit ihnen und frage sie, ob sie in dieser Zeit vielleicht noch mehr da sein können. Du steckst in einer Ausnahmesituation und ich bin sicher, du hast auch deinen Freunden schon viel gegeben.

Einfach mal weg…

Dir wird alles in der gewohnten Umgebung zu viel an solchen Tagen? Dann gönn dir doch genau dann eine Auszeit an einem anderen Ort. In meinem zweiten Trauerjahr bin ich für 1 Monat nach Sri Lanka im November. Die Trauer war mit dabei, aber der örtliche Abstand hat es definitiv leichter gemacht.

Wie bereitest du dich auf den Herbst vor? Teile deine Ideen in den Kommentaren unterhalb

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