Die Blätter fallen und mit jedem einzelnen nimmt auch die Angst vor der dunklen Jahreszeit zu. Als Trauernde weiß man, was dies heißt. Jeder Tag rückt näher an die Vorweihnachtszeit und damit an die schmerzvollste Zeit eines Trauernden. Denn wo Liebe und Frieden gefeiert wird, hinterlässt diese Zeit ein dunkles Loch im Herzen eines Trauernden. Die Sehnsucht nach dem Verlust wird größer. Das kalte, nasse Wetter und die wenigen Sonnenstunden verschlimmern den deprimierten Zustand. Doch, so muss das nicht sein! Ich zeige dir im Artikel meine wertvollsten Tipps für den Herbst und deine damit verbunden Ängste!

Ich habe schon einige Herbstzeiten als Trauernde hinter mir und jedes Jahr wieder bekomme auch ich ein mulmiges Gefühl, wenn ich die ersten Blätter fallen sehe. Ich mag eigentlich den Herbst und seine bunten Blätter, aber ich weiß auch, dass die Traurigkeit wieder stark da sein wird und das fühlt sich nicht immer so gut an. Doch ich lernte damit umzugehen und zu leben und habe Strategien entwickelt, die vielleicht auch dir weiterhelfen können.

Meine Schwester Larissa starb im September 2013, ermordet von ihrem Freund. Da wurde ich also ordentlich gleich in den Herbst katapultiert. Schlimmer konnte es kaum gehen. Aber ich habe überlebt und je mehr Jahre vergingen und ich mich damit auseinandersetzte, desto besser fühlte ich mich, sobald der Herbst losging.

Meinen persönlichen Weg rund um den SeelenSport® und meine Trauer, erfährst du in meinem Bestseller Larissas Vermächtnis!
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Gönne dir die Trauer im Herbst!

Ich verstehe, dass Traurigkeit viel Angst auslösen kann. Versuchen wir aber einmal den Blickwinkel zu ändern. Der Herbst ist eine der Zeiten, in der gesellschaftlich Trauer viel mehr Beachtung kriegt (Allerheiligen) und praktisch die Erlaubnis erhält gelebt zu werden. Warum diese Zeit dann nicht als eine Art Erleichterung zu betrachten, um zu sagen: So, dann gönne ich mir meine Trauer nun so richtig! Das Leben zieht sich in die Häuser zurück, findet nicht mehr so viel im Freien statt. Du fühlst dich dadurch vielleicht weniger gezwungen, ständig absagen zu müssen, sondern kannst die Kälte und das grauslige Wetter als „Ausrede“ für dich nützen. Wenn nicht jetzt, wann dann sich seine Trauer zugestehen und auszuleben?
Meistens ist es dann auch doch so, dass wir nach einem guten Heultag, wieder von selbst Kraft schöpfen und selbst „genug“ davon haben. Dann kommen wir von selbst wieder ins Tun! Vertraue dir und deiner Trauer. Sie kennen den Weg, auch wenn du das nicht wirklich sehen kannst im Moment.

Planung schafft Sicherheit

Wenn du speziell Angst vor besonderen Feiertagen, aber auch vor den Wochenenden alleine hast, dann plane ein bisschen davon. Stelle dir folgende Fragen:

  • Mit wem möchtest du den Tag verbringen?
  • Wo möchtest du hingehen?
  • Was möchtest du genau tun dürfen/können?

Achte aber auch darauf, nicht alles zuzuplanen, sondern genauso auch freie Zeiten zum Durchschnaufen/traurig sein einzuberechnen. Verpflichte dich auch nie zu Plänen, sondern halte es dir offen im Notfall absagen zu können/dürfen. Wenn dich dann alleine daheim eine Trauerwelle überkommt, dann hilft dir vielleicht auch meine Atemübung! Im akuten Fall können aber vielleicht auch diese Tipps schnelle Abhilfe schenken!

Tue dem Körper etwas Gutes

Aufgrund der wenigen Sonnenstunden im Herbst sinkt auch der Serotoninspiegel und wir fühlen uns gleich noch mieser. Die Haut leidet unter der kühlen, trockenen Luft, deine Atemwege sind gereizt und empfindlich, dein Immunsystem läuft nur noch auf halbe Stufe. Dann ist es an der Zeit den Körper bewusst zu unterstützen! Denn auch Trauer hat körperliche Folgen! Hier ein paar schnelle Tipps, die den Körper stärken:

  • Bewegung – gehe 10 Minuten am Tag spazieren, egal, welches Wetter!
  • Nährstoffe – Entweder über ausreichend, gesundes essen oder zusätzliche Ergänzungsmittel, wie von Pure (unbedingt ärztlich abklären!)
  • Baden und Cremen – schenk deinem Körper Wärme und eine sanfte Berührung (auch Massagen helfen hier)
  • Musik hören, Bücher lesen, kreatives Arbeiten – hilft dir immer sich auf den Moment zu konzentrieren und den Kopf ein wenig frei werden zu lassen

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Was fällt dir noch ein, das dir besonders im Herbst gut tut? Ergänze es gerne in den Kommentaren!

Die Trauer wird mit den Tipps nicht weniger werden, aber ein guter Umgang mit dir selbst und deinem Körper erleichtert dir sehr viel und macht den Prozess im Gesamten etwas weniger belastend. Gehe kleine Schritte, habe Geduld. Es darf jetzt grad einfach schwer und anstrengend sein und wir brauchen nicht immer für alles sofort eine Lösung. Manchmal müssen wir einfach sein dürfen…