Körperübungen in Trauer

Körperübungen für deine Trauer müssen nicht kompliziert und lange sein, sondern können ganz einfach sein und sind vor allem leicht in deinen Traueralltag zu integrieren. Welche drei einfache Körperübungen eine schnelle Wirkung haben und deinen trauernden Körper unterstützen erfährst du im Artikel.

Gerade in der anfänglichen Trauerzeit brauchen wir enorm viel Kraft, um überhaupt aufzustehen, etwas zu kochen, einkaufen zu gehen und unseren Alltag zu bestreiten. Da fehlt meist die Kraft und Motivation, um sich in ein Training zu werfen. Leider sind wir oft im Glauben, dass es dafür stundenlanges, intensives Auspowern braucht, um uns körperlich und seelisch Kraft zu schenken. Jede*r, der so anfängt, wird es schnell wieder lassen. Denn es überfordert und in der Trauer sind wir das ohnehin schon fast durchgehend.

Schraub also deine Erwartungen zurück und beginne im kleinsten: nämlich mit ganz einfachen Körperübungen, die dir gut tun, leicht umzusetzen sind und dir den Weg ebnen, für ein späteres Training, wenn genug Kraft da ist.

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Einfache Körperübung: Spazieren gehen

Bevor ich mit dem eigentlichen Training 2014 begonnen habe, machte ich regelmäßig kurze Spaziergänge. Meistens an die Stelle, an der meine Schwester in den Inn geworfen wurde (für Genaueres: Hol dir mein erstes Buch Larissas Vermächtnis). Lange Zeit nahm ich den Weg dorthin nicht wirklich wahr. Doch im Frühling dann fiel mir erstmals wieder die Blütenpracht auf und der Anblick gab mir ein wohltuendes, hoffnungsvolles Gefühl.

Dabei braucht es nicht viel, nur normale Kleidung und zwei gesunde Beine. Die frische Luft, der Ortswechsel, die Natur schenken Kraft und entspannen den Körper gleichzeitig. Mit jedem Schritt kommen zudem deine Gefühle in Bewegung und werden abgebaut. Tränen können fließen und ein Lächeln kann danach sogar seinen Platz vielleicht wiederfinden.

Starte mit zehn Minuten einmal pro Woche, wenn du noch ganz am Anfang stehst und kraftlos bist oder frage eine gute Freundin, die dich begleitet und dir zuhört.

Einfache Körperübung: Tanzen

Das Tanzen war meine erste Bewegung, die ich intuitiv gemacht habe, um mich in der Trauer leichter zu fühlen. In mir stauten sich alle unangenehmen Gefühle gleichzeitig an und ich dachte ich würde gleich platzen. Ich war alleine zu Hause, stöpselte mir die Kopfhörer in die Ohren und legte laute Musik auf. Ich gab mich ganz dem Rhythmus hin und meine Bewegungen wurden stetig intensiver. Ich weinte, brüllte, lachte und ließ alles aus mir herauskommen, was da war. Danach fühlte ich mich erleichtert, angenehm erschöpft und frei.

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Einfache Körperübung: Schütteln/Abstreifen

Ähnlich wie das Tanzen hilft es oft sich einfach mal drauf loszuschütteln. Stelle dir vor, dass all deine Last und Sorgen einfach auf den Boden fallen und dort kleben bleiben. Schüttel dich wild in alle Richtungen und streife anschließend deine Arme und Beine ab, so als wärst du voller Matsch und möchtest ihn loswerden. Du kannst das jederzeit in deinem Tag einbauen. Einfach aufstehen und schütteln, mit oder ohne Musik, mit oder ohne schreien und weinen, ganz wie du es eben grad brauchst. Glaub mir, du wirst dich gleich besser fühlen danach!

Welche einfache Körperübung hilft dir mit deiner Trauer umzugehen?