Grippezeit: Jeder um dich herum rotzt durch die Gegend, niest und hustet. Als Trauernde haben wir oft ein schwächeres Immunsystem, schnappen schneller Erreger auf und sind auch öfter und länger krank. Bei mir waren die ersten Monate die Hölle. Nicht nur wegen der Trauer. Ich glaube es gab kaum einen gesunden Tag. Woran das liegt und welche Veränderungen mir geholfen haben, mich und mein Immunsystem zu stärken, erfährst du nun.

Bereits kurz nach dem Verschwinden meiner Schwester hatte ich mit körperlichen Folgen zu kämpfen. Als ich davon erfuhr, dass sie ermordet wurde, war mein Körper vollkommen im Eimer und dauerhaft kränkelte ich vor mich hin. Meine Gefühle waren außer Kontrolle, ich konnte sie aber nicht ausdrücken. Ich hatte Angst und Panik, konnte nicht mehr schlafen. Ich aß zu viel oder zu wenig, aber definitiv das Falsche. Ich trank viel Alkohol, was meinem Körper noch mehr schadete. Schnupfen, Halsweh, Erschöpfung, Husten, und Co waren meine täglichen Begleiter geworden.

Irgendwann erkannte ich, dass es so nicht mehr weitergehen konnte und änderte alles an meinem Leben. Es half mir enorm mein Immunsystem wieder aufzubauen, mich wieder kraftvoller zu fühlen. Hier meine 6 besten Tipps für dich und deinen trauernden Körper!

1) Ernährung umstellen

Alles, was ich mache, mache ich streng und radikal. So war ich schon immer. Ich änderte von heute auf morgen meine Ernährung. Ich hatte das große Problem, dass ich ohnehin kaum noch etwas vertragen hatte, meistens nach dem Essen mich übergeben musste. ich beobachtete mein Essverhalten und ließ schließlich alles weg, das irgendein Mehl enthielt und vor allem Zucker. Ich hatte ein Jahr lang kein Gramm raffinierten Zucker zu mir genommen. Extrem, ich weiß. Aber wie gesagt, konnte ich ohnehin kaum noch etwas unten behalten und musste daher radikal sein.

Es wirkte! Ich war ein einziges Mal krank in diesem Jahr, dauerhaft hellwach und fit. Mein Magen erholte sich vollends. Heute kann ich wieder normal essen. Ich esse ausgewogen und nährstoffreich, verbiete mir aber nichts mehr. Genau darum geht es.

Du musst nicht so radikal sein. Es hilft schon, sich vorzunehmen 5 große Portionen Gemüse einzubauen, statt einem Schokoriegel vielleicht auf eine gesunde Alternative zurückzugreifen. Damit unterstützt du deinen Körper am besten. Kleine Veränderungen können hier bereits viel ausrichten.

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2) Alkohol weg lassen

In den ersten Monaten habe ich nicht getrunken, ich habe gesoffen. Fast jeden Tag. Ausführlich über meine Beziehung zum Alkohol und wie ich diese Beziehung beendet habe, beschreibe ich in meinem Buch.

Alkohol ist nicht gesund! Auch nicht das eine Gläschen am Abend. Er greift sofort auf den Körper ein, schwächt ihn, hemmt die Produktion von Abwehr, weil er beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen. Lass ihn weg, am besten ganz.

Ich trinke höchstens noch 2-3 Mal im Jahr, wenn überhaupt. Und bin sehr stolz, dass ich das geschafft habe.

3) Pausen machen

Wenn wir trauern läuft alles langsamer, unser Denken, unser Tun, unser Körpersystem. Wir kommen kaum hinterher in dieser schnelllebigen Zeit, brauchen öfter Verschnaufpausen. Sie sind dringend notwendig, um neue Kraft zu tanken für all die Trauerwellen, die immer mal wieder daher kommen. Baue dir regelmäßig diese Pausen bewusst ein. Plane sie, wenn du merkst, dass du sie nicht machst.

Ich weiß… In den Pausen kommt dann ja auch der Schmerz, und alles dreht sich. Aber wenn der Schmerz kommt, dann begrüße ihn, lass ihn zu, gehe durch ihn hindurch. Nur dann wird sich dein Körper auf Dauer leichter anfühlen und ein gutes Immunsystem wieder aufbauen können. Falls du dich da nicht alleine traust, suche dir Hilfe. Du musst das nicht alleine tun. ich habe das auch nicht alleine getan! Manchmal braucht es auch eine längere Pause, wie etwa eine Auszeit.

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4) Sich bewegen

Nein, du musst nicht gleich das krasseste Fitnessprogramm durchziehen. Hier reichen sanfte, ruhige Bewegungen aus, wie ein Spaziergang, ein paar ruhige SeelenSport® Übungen oder ein Tänzchen zwischendurch. Hier ist vor allem wichtig, dass du es regelmäßig machst. Dein Körper schöpft durch Bewegung neue Kraft und beim SeelenSport® kannst du gleichzeitig noch deinen Gefühlen Raum geben. Fang klein an, etwa mit drei Mal 10 Minuten am Tag.

5) Tee trinken

Ich liebe Tee. Mindestens 2 volle Kannen pro Tag trinke ich. Dabei achte ich auf guten Tee, wie zb. den von Sonnentor, ohne zusätzlichen Aromastoffe oder dergleichen. Bevor ich krank bin, trinke ich vor allem viele Kräutertees, oder mische auch mal Ingwer und Kurkuma hinzu. Bin ich dann krank trinke ich viel Salbeitee, der die Bronchien erweitert und das Durchatmen erleichtert. Zwischendurch immer mal wieder ein Glas Wasser mit Zitrone und Minze, und du bist gut gerüstet.

6) Frische Luft

Heizungsluft ist echt übel für unsere Atemwege. In der Trauer aber schaffen wir es an manchen Tagen kaum aus den 4 Wänden zu kommen, bunkern uns oft ein. Deshalb unbedingt regelmäßig lüften, den Kopf mal aus dem Fenster strecken, sich auf den Balkon setzen oder in den Garten stehen. Das tut auch gut, wenn du viel weinst, und erfrischt den Kopf wieder.

Kein Verhindern

Natürlich können wir so nur vorbeugen, dem Körper etwas Gutes tun, ihn unterstützen. Aber gänzlich verhindern können wir Grippewellen und Viren wohl nicht. Wenn wir ihnen über längere Zeit zu nahe kommen, kann auch das beste Immunsystem nicht mehr dagegen ankommen. Dann heißt es allerdings wirklich sich frei nehmen, daheim erholen, viel schlafen, Tee trinken und sich gut versorgen.

Ich weiß, dass jede Erkältung sich in der Trauer immer gleich 100 Mal so schlimm anfühlt, das ändert sich auch Jahre später nicht. Aber im besten Fall klingt auch jeder Virus nach einer gewissen Zeit wieder ab und du kommst zu neuen Kräften. Sei lieb zu dir und deinem Körper, er und du haben es verdient!


Was hilft dir so dein Immunsystem zu unterstützen? Noch mehr Idee? Lass es uns in den Kommentaren wissen!